Projekttag Reformation – Ein Rückblick

Am ersten Schultag nach den Herbstferien – Montag, 30. Oktober 2017 – gab es an der Auenwaldschule keinen gewöhnlichen Unterricht, sondern einen Projekttag mit Themen rund um die Reformation. Zu Beginn versammelten sich alle in der Aula, wo Frau Harms, die diesen Tag federführend organisierte,  die Schülerinnen und Schüler begrüßte und einen kurzen Ausschnitt aus dem Luther-Oratorium zeigte. Danach gingen die Schüler für zweimal 90 Minuten zu ihren Projekten. Einige Projekte dauerten dann auch wirklich zweimal 90 Minuten. Dazu gehörten „Heilsalben“ mit Frau Benkelmann und „Töpfern“ mit Herrn Plähn. Diese beiden Projekte wurden von so vielen Schülern gewählt, dass ausgelost werden musste, wer dorthin durfte. In dem Heilsalben-Projekt lernten die Schülerinnen und Schüler zunächst einiges über bestimmte Heilpflanzen und stellten dann Heilsalben aus Bienenwachs, pflanzlichen Ölen und den Blättern oder Blüten der Heilpflanzen her. Diese durften dann auch mit nach Hause genommen werden. Im Projekt „Töpfern“ erfuhren die Schüler zuerst einiges über das Leben der Menschen zur Zeit Luthers und begannen dann, selbst kleine Krüge zu töpfern. Diese müssen aber noch gebrannt werden, bevor sie mit nach Hause genommen werden können. Weitere „lange“ Projekte waren „95 Thesen, ein Kunstprojekt“, „Martin Luther, der Mensch“, „Schreibwerkstatt“, „Martin Luther im Bild“, „Choräle mit Instrumenten spielen“ und „Hexenverfolgung“. In dem Kunstprojekt „95 Thesen“ mit Frau Thimm suchten sich die Schülerinnen und Schüler eine These aus und schrieben diese auf besonderem Papier mit besonderen Federn in der alten Schrift auf. Diese wurden anschließend an eine alte Tür genagelt. Im Projekt „Martin Luther, der Mensch“ mit Frau Eggers wurden viele Informationen über Martin Luther gesucht, gesammelt und geordnet. Daraus entstand ein großes Plakat. In der Schreibwerkstatt mit Herrn Gymnopoulos stellten sich die Schüler aus Gänsefedern Schreibfedern her und lernten, wie die Mönche früher damit schrieben. Danach schrieben sie so einen Text in schönster Schrift ab. Frau Sommer übte in ihrem Projekt mit den Schülerinnen und Schülern einen Choral aus der Lutherzeit ein und präsentierte diesen am Ende des Vormittags in der Aula. In dem Projekt „Hexenverfolgung“ mit Frau Albertsen entstanden zwei sehr informative Plakate und ein Rätsel über die Hexenverfolgung. Frau Saloch teilte ein Bild Martin Luthers mit den Projektteilnehmern in Pixel ein. Jeder malte dann einen Pixel vergrößert. Zusammengesetzt entstand so ein riesiges Martin-Luther-Bild. Gemalt wurde mit Pulverfarben, die aus Farbpulver, Wasser und Bindemitteln selbst angemischt wurden.

Bei den anderen Projekten wechselten die Schüler nach den 90 Minuten und einer Pause dann in ein anderes Projekt. Bei Herrn Marxsen lernten die Schülerinnen und Schüler einige Spiele aus dem Mittelalter kennen und spielten diese dann. Einige Spiele, wie Dame, Mühle und Schach kennen viele auch heute noch. Bei Herrn Baarck konnte man Ritterspiele in der Turnhalle spielen. Die besten „Ritter“ und Ritterinnen“ wurden sogar (mit einer Burgerking-Krone) gekrönt. Ein Spiel, bei dem es darum ging, seinen Gegner mit einer langen Schaumstoff-Lanze vom Schwebebalken zu stoßen, wurde am Ende in der Aula präsentiert. Bei Frau Hostrup beschäftigten die Schüler sich mit den Ablassbriefen, um dann selbst einen zu verfassen. Im zweiten Block bastelten die Schüler bei Frau Hostrup mittelalterliche Häuser, das Lutherhaus und die Schlosskirche zu Wittenberg aus vorgedruckten Bastelbögen. Da dies zum Teil schwieriger war als es zuerst aussah, wurde nicht alles zur Präsentation in der Aula fertig. Die Schülerinnen und Schüler hatten aber Spaß dabei und wollen die Arbeit auf jeden Fall noch beenden. Bei Herrn Schwaner sahen sich die älteren Schüler den Lutherfilm an, der bei so einem Projekttag natürlich nicht fehlen durfte.  Jüngere Schüler konnten mit Herrn Walter einen Dokumentarfilm zur Reformation ansehen, anschließend darüber sprechen und ein Plakat gestalten. Ein strategisches Kartenspiel mit vielen Geschichten rund um Luther konnten die Schüler bei Frau Peters spielen.  Bei Frau Friedrichs lernten die Schüler Katharina Luther, die Ehefrau Martin Luthers näher kennen. Mit Frau Gierke schauten sich die Projektteilnehmer die 95 Thesen einmal genauer an und brachten einige davon dann in eine modernere Fassung.

Nach einer kleinen Pause trafen sich dann alle um 11.30 Uhr gut gelaunt wieder in der Aula, um die tollen Ergebnisse der Projekte zu präsentieren. Aus vielen Projekten wurde erzählt, was so gemacht wurde. Alle Plakate, Bilder, getöpferten, geschriebenen und gebastelten Ergebnisse wurden ausgestellt. Für jede der wunderbaren Präsentationen gab es berechtigten Applaus.

Am Ende wurde ein weiterer Ausschnitt aus dem Luther-Oratorium angesehen. Am Ende der Woche hörte man immer noch hier und dort einen Schüler, der „L-U-T-H-E-R, Luther, Luther, wer ist Luther, Martin Luther?“ – den Ohrwurm aus dem Oratorium – vor sich hinsang. Frau Harms stellte den Verdienst Martin Luthers zur Bildung jedes Menschen in den Mittelpunkt und sagte, selber lesen und denken zu können, sei für uns sehr wichtig. Abschließend verabschiedete sie die Schüler und wünschte allen einen schönen Reformationstag.

Zumindest die Schüler der Auenwaldschule wissen jetzt genau, warum dieser Tag zum Feiertag erklärt wurde und sie an diesem Tag schulfrei haben.