miteinander füreinander
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Berufseinstiegsbegleitung

Nur zwei Schulen im Kreisgebiet haben sie, Böklund gehört dazu:
Gemeint ist eine von der Bundesrepublik gezahlte persönliche Begleitung zum Einstieg ins Berufsleben für die letzten anderthalb Jahre an der Schule bis zum Abschluss des ersten Lehrjahres. Dieses Glück haben zurzeit acht Schüler – fünf Jugendliche aus dem 9. Jahrgang, die bereits ein Jahr begleitet werden, und drei Jugendliche aus dem 8. Jahrgang.

Diese rekrutieren sich aus den Klassen, die vorher drei Vormittage lang einem entsprechenden Testverfahren unterzogen worden war. Heraus kamen dabei Schüler, die vermutlich mehr Hilfe beim Übergang in die Berufswelt gebrauchen können, als ihre Klassen- und WiPo-Lehrer im großen Verband leisten können.

v.l.: Hans-Jürgen Rübenach (Arbeitsagentur Schleswig), Gerhild Westphal (Schulleiterin), Jürgen Lorenzen (Berufseinstiegsberater), Tobias Kruse (Schüler der 9a), Hauke Kruse (Vater von Tobias)

Ihnen ist von der Agentur für Arbeit Jürgen Lorenzen als Coach zur Seite gestellt. Zusätzlich zum Berufsberater Hans-Jürgen Rübenach, der regelmäßige Sprechstundentermine in der Auenwaldschule hat, kümmert er sich jede Woche gezielt mit seinen Schützlingen um alles, was mit Berufsfindung zu tun hat.

„Bisher haben wir an der Verbesserung des Selbstvertrauens gearbeitet und Informationen gegeben über schulische Voraussetzungen für verschiedene Berufe. Mit Bewerbungen und Einstellungsgesprächen beschäftigten wir uns demnächst“, fasste Jürgen Lorenzen seine Arbeit knapp zusammem.
Erste Erfolge bei seinem Sohn sah Vater Hauke Kruse; man spüre förmlich, wie verborgenes Potenzial abgerufen werde.
Auch Tobias selbst zeigte sich motiviert: Er melde sich inzwischen mehr und übernehme breitwillig Referate  (vielleicht, weil nicht Eltern und Lehrer immer nur etwas wollen, sondern eine neutrale dritte Seite die Lebenswirklichkeit anschaulich macht?).

Diese Pionierarbeit der Arbeitsagentur sei vor dem Hintergrund eines drohenden Fachkräftemangels notwendig, erläuterte Hans-Jürgen Rübenach hierzu. Durch Unterstützung bei der Berufswahl, Betreuung in den Praktika, durch Erstellen individueller Bewerbungsunterlagen sowie gezielte Unterstützung bei fachlichen Problemen würden die Persönlichkeitsentwicklung gefördert und Ausbildungsreife erlangt.
Auch die amtierende Schulleiterin, Gerhild Westphal, ist mit der Zusammenarbeit und den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden: „Ich bin glücklich, dass unsere Schule in diese positive Maßnahme gekommen ist und unsere Schüler dadurch einen sicheren Einstieg ins Berufsleben erhalten.“